CDU-Fraktion Potsdam

Reiche und Schröder: CDU/ANW-Fraktion wird Kaufvertrag mit Lelbachstiftung zustimmen

Im Umgang mit Gertrud Schmack bleiben offene Fragen

Potsdam – Nach der gestrigen Fraktionssitzung erklären die Potsdamer CDU Kreisvorsitzende Katherina Reiche MdB und der Vorsitzende der CDU/ANW-Stadtfraktion Michael Schröder: „Nach intensiver Diskussion und Abwägung aller bekannten Fakten wird die CDU/ANW-Stadtfraktion am Mittwoch dem Kaufvertrag mit der Lelbach Haus Potsdam GmbH zustimmen.“
 
Nachdem die Potsdamer Investorin Gertrud Schmack bedauerlicher Weise nicht in der zwischen ihr und der Stadt vereinbarten Frist die notwendigen Unterlagen bereitstellen konnte, kam der Zweite im Bieterverfahren die Lelbach Haus Potsdam GmbH zum Zuge.
 
„Im Interesse einer zügigen Bebauung aller Baufelder an der Humboldtstraße und damit raschen Fortschritts des Wiedergewinns der historischen Mitte wird die Fraktion den Kaufvertrag unterstützen. Gleichwohl bedauern wir, dass die Potsdamer Unternehmerin Gertrud Schmack nicht zum Zuge kommen kann. Wir erwarten vom Investor einen möglichst detailgetreuen Wiederaufbau des Palais Barberini, um den architektonischen und kulturhistorischen Anspruch, den die Stadtverordneten als politischen Willen definiert haben, gerecht zu werden.“, so Reiche und Schröder.
 
„Gleichwohl bleiben viele Fragen offen. So konnte die Stadt nicht überzeugend darlegen, warum völlig überstürzt, binnen einer Woche, der Kaufvertrag  eschlossen und nun durch das Stadtparlament abgesegnet werden muss. Offen bleiben ebenfalls rechtliche Fragen in Bezug auf den Vertrag mit Frau Schmack sowie dem Umgang mit der Unternehmerin. Frühzeitig wurde von interessierter Seite ein mögliches Scheitern kommuniziert, was den Bewegungsspielraum von Frau Schmack nicht erweitert hat.
Es bleibt erneut festzuhalten, dass der Umgang mit privaten Bauinvestoren in Potsdam kritikwürdig, oft sogar abschreckend ist. Dies muss sich auch im Hinblick auf zukünftige Projekte dringend ändern.“