CDU-Fraktion Potsdam

Abschließende Bebauung des Bornstedter Felds muss städtebaulich geprüft werden

B-Plan Rote Kaserne West kann noch angepasst werden

Potsdam wird weiter wachsen und vor allem im Potsdamer Norden wird die Zahl der Bewohner deutlich zunehmen. Für soziale Infrastruktur wurden im Bornstedter Feld bisher keine weiteren Flächen vorgesehen und reserviert. Wie die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt haben, hat das starke Bevölkerungswachstum jedoch einen höheren Bedarf an sozialen Einrichtungen als bisher angenommen wurde, zur Folge. Die Suche nach geeigneten Flächen zur Realisierung dieses Bedarfs gestaltete und gestaltet sich schwierig. Bevor alle Flächen im B-Plan Rote Kaserne West alle für Wohnbebauung vorgesehen werden, muss festgestellt werden, ob wir noch Flächen für die Soziale Infrastruktur brauchen und frei halten müssen.
 
Die Flächen westlich der Georg-Herrmann-Allee stehen seit der BUGA für den Volkspark zur Verfügung. Dieser hat sich zu einem beliebten Ort für Freizeit, Sport und Veranstaltungen für die Potsdamer Bevölkerung entwickelt. Die Besucherzahlen liegen bei ca. 400 000 Personen im Jahr und es ist davon auszugehen, dass diese Zahlen mit der weiter wachsenden Bevölkerung und dem in der Nachbarschaft vorgesehenen Geschosswohnungsbau steigen werden. Die Nutzung dieser Fläche für den Wohnungsbau hat die Verlegung der dort jetzt
 
angesiedelten Einrichtungen an andere Stellen des Volksparks zur Folge. Die Wohnbebauung rückt bis unmittelbar an den verkleinerten Park heran. Wie die Erfahrungen in der Horst-Bienek-Str. zeigen, wird von den Bewohnern der parknahen Gebäude das Freizeittreiben als störend empfunden. Aufgrund von Beschwerden mussten Angebote des Parks gestrichen werden und es gibt weitere Bestrebungen dazu. Daraus müssen wir lernen und die Konsequenzen ziehen; denn es kann nicht sein, dass einerseits von den Wohnungsanbietern mit dem Park die Wohnungen beworben werden und anschließend die Parkangebote reduziert werden müssen. Bei dem vorgesehenen stark eingeengten Park, gerade im Bereich zwischen dem nördlichen Eingang und der Biosphäre, ist von einer ähnlichen Entwicklung auszugehen. Eine alternative Nutzung zur Wohnbebauung könnte hier als Puffer wirken.
 
Der Vorsitzende der CDU/ANW-Fraktion Matthias Finken sagt: “Es muss daher geprüft werden, ob die sozialen Einrichtungen, die entlang der Georg-Herrmann-Allee entstehen sollen, nicht besser als Puffer zwischen Wohnbebauung und Park westlich der Allee errichtet werden. Vielleicht kann aufgrund der höheren Einnahmen durch die gestiegenen Grundstückspreise auch ganz auf die Bebauung dieser Fläche verzichtet werden. Dabei sind natürlich die Auswirkungen auf die Entwicklungsmaßnahme festzustellen und zu bewerten.“